vom 21.11.2017 - Autor: Josh Way - übersetzt von Marco Neumann

Als ein Bewohner der westlichen Welt bin ich mit Weihnachten fast durch. Wir leben in einem Jahrhundert, in dem die kulturelle Verteidigung und die politische Ausbeutung von Weihnachten schon obszöner geworden sind als die fortgesetzte Kommerzialisierung dieser Feiertage. Aber als ein Christ und ein großer Fan von Jesus und Hoffnung bewundere ich die Adventszeit und den Heiligen Tag (genau - nur ein Tag) von Weihnachten und freue mich drauf. Es gibt dabei viel liebenswertes - von alten Traditionen bis hin zu jungen Erinnerungen.

Mein Zerwürfnis mit der christlichen Kultur und meine Reise durch biblische Studien in den letzten Jahren haben meine Beziehung zu Weihnachten verkompliziert und letztendlich völlig verändert - besonders im Hinblick auf die Geburtsgeschichten, die sich in der Bibel finden. Die Idee einer einzelnen, harmonisierten, "biblischen" Weihnachtsgeschichte gerät in alle möglichen Probleme, wenn die Texte aufmerksam gelesen werden.

Bild: Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

vom 09.11.2017 - Autor: anonym - übersetzt von Marco Neumann

Als Teil der Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche möchte ich gern auch mal andere Stimmen als meine eigene (Chuck McKnight's) in diesem Blog zu Wort kommen lassen. Du wirst also ein paar Gast-Posts von anderen Polys und von christlichen Leitern lesen, die hinter Polyamorie stehen. Wenn Du etwas zu diesem Thema beitragen willst, lass es mich wissen!

Heute wirft ein Freund (der gern anonym bleiben möchte) die Diskussion um Karl Barth's kontroverse Beziehung mit Charlotte von Kirschbaum in die Waagschale. Wie kann Polyamorie unserem Verständnis dieser Sache hilfreich sein?

vom 07.11.2017 - Autorin: "Sanny"

Ich erinnere mich, dass das ein Slogan auf meiner ersten christlichen Freizeit war – ein Slogan, den ich ebensowenig mochte wie den ausgestreckten Zeigefinger auf meine Brust mit dem Spruch dazu: „Auch DU brauchst Jesus!“. Dennoch faszinierte mich auch irgendetwas an dem Glauben dieser radikaleren Christen, und als ich auf weitere Christen traf, die mich einfach in ihre Mitte nahmen, ohne mich zu fragen, ob ich denn schon „bekehrt“ wäre und mich „für Jesus entschieden“ hätte, merkte ich irgendwann in mir, dass ich diesem Jesus Christus vertrauen wollte.

vom 04.10.2017 - Autorin: "Sanny"

Ich lebe in einer Gemeinde von Menschen, die größtenteils an Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser glauben und für die die „Wahrheit“ der Heiligen Schrift, wie sie sie verstehen, maßgebliches Fundament ihres Lebens ist. Ich habe durch ebensolche Christen vor mehreren Jahrzehnten angefangen, einen Weg mit Gott zu gehen, und doch hat sich mein Glaube in diesen Jahren inzwischen so entwickelt, dass ich mich in meiner Gemeinde nicht immer traue, offen zu sagen, was ich glaube.

vom 04.10.2017 - Autor: Chuck McKnight - übersetzt von Marco Neumann

Wir haben eine Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche in Gang gesetzt und ein paar wichtige Dinge zum Thema Polyamorie klargestellt. Jetzt sind wir soweit, uns über einige Bedenken bezüglich der Polyamorie aus christlicher Perspektive Gedanken zu machen. Und die stärksten Einwände, die gegen Polyamorie erhoben wurden, drehen sich um Sex. Deshalb werden wir in diesem Beitrag die Basis für christliche Ethik ganz grundsätzlich diskutieren - besonders einige Spezifika einer Sexualethik - und diese Ethik dann auf polyamore Beziehungen anwenden.

vom 01.10.2017 - Autor: Chuck McKnight - übersetzt von Marco Neumann

Während wir unsere Unterhaltung über Polyamorie und die Kirche fortsetzen ist es wichtig, dass wir uns darüber klar werden, was mit "Polyamorie" gemeint ist. Das grundlegende Konzept ist sehr einfach: Polyamorie bedeutet, mehr als ein Individuum zur gleichen Zeit zu lieben. Aber viele Menschen neigen dazu, eine Menge falscher Annahmen über dieses Konzept zu machen. Da nun so viele Fehlkonzeptionen im Raum stehen, dachte ich es wäre hilfreich, Polyamorie darüber zu definieren was sie nicht ist.

vom 28.09.2017 - Autor: Chuck McKnight - übersetzt von Marco Neumann

Die christliche Kirche hat im Hinblick auf menschliche Sexualität einen langen Weg zurückgelegt. Ein besonders bemerkenswerter Fortschritt bestand in der Akzeptanz der LGBTQ Gemeinschaft in vielen Großkirchen und in progressiven und liberalen Strömungen der Kirche. Damit will ich nicht nicht sagen, dass wir nicht noch einen weiten Weg zu gehen hätten - aber ich bin stolz auf die Fortschritte, die wir gemacht haben. Und ich bin stolz auf den Fakt, dass wir diese Unterhaltungen führen und uns durch Themen arbeiten, die sich von selbst präsentieren, und herauszufinden versuchen, was es bedeutet queer und gleichzeitig Christ zu sein.

vom 20.09.2017 - Autor: Ryan Stollar - übersetzt von Marco Neumann

Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer? Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander. Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. (1. Mose 22, 6-10)

vom 18.09.2017 - Autor: John Pavlovitz - übersetzt von Marco Neumann

Eines Tages spazierte ein Junge mit seinem Vater durch die Stadt, so wie sie es jeden Sonntag Morgen machten.

Der Junge fand diese Spaziergänge unheimlich toll.

Während sie so Hand in Hand durch die Straßen liefen, nahmen sie jede Farbe, jedes Geräusch und jeden Duft des neuen Tages in sich auf.

vom 19.08.2017 - Autor: Marco Neumann

Das Neue Testament (der Teil der Bibel, der mit Jesu Geburt beginnt) besteht zum größten Teil aus Briefen. Briefen, die von Menschen meist an eine oder mehrere Gemeinde geschrieben wurden. Sie schrieben diese Briefe, teils um auf konkrete Anfragen aus diesen Gemeinden zu reagieren oder um auf Entwicklungen / Fehlentwicklungen innerhalb dieser Gemeinde zu reagieren, die sie auszumachen meinten.

Es scheint wichtig, sich bewusst zu machen, dass diese „Korrekturbriefe“ von ihrer Natur her ein sehr verzerrtes Bild der urchristlichen Gemeinden zeichnen. Ein Beispiel mag das verdeutlichen...

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