vom 13.07.2017 - Autorin: Astrid Rieger

"True peace is made, not kept. If you want to be a peacemaker, go make some peace, with those whom you don't have peace with." 

Ein toller Gedanke. Frieden entsteht nicht einfach von alleine, sondern dadurch, dass wir ihn schaffen. Wir aktiv etwas tun, dort wo wir keinen Frieden haben. Als mich dieser Gedanke inspiriert hat, ist mir allerdings gar keine Situation eingefallen, wo ich das hätte tun können, so in meinem Alltag... Aber dann am Abend habe ich meine 2 Kinder ins Bett gebracht.

Wir waren verreist und hatten einen aufregenden Tag. Beide sollten in einem Zimmer schlafen. Meine Tochter war etwas krank und total erschöpft. Daher wollte ich, dass sie so schnell wie möglich schlafen kann.

Mein Sohn war allerdings noch sehr aufgedreht und hat alles mögliche unternommen, um sie vom Schlafen abzuhalten. Das war echt nervig. Ich hab ihn also mehrfach ermahnt und dann auch damit gedroht, ihn aus dem Zimmer raus zu nehmen, wenn er nicht friedlich ist. Das hat nur für eine kurze Zeit geholfen. Dann hat er wieder Quatsch gemacht.

Also hab ich überlegt, was ich machen soll. Ob ich jetzt immer weiter schimpfen will oder meine Konsequenz durchziehen. Und dann hab ich versucht zu verstehen, warum der Knirps sich so verhält. Weil er in einem fremden Bett liegt, in einer fremden Umgebung, in der es hell ist und nicht dunkel wie gewohnt. Wo nicht seine Einschlafgeschichte läuft und nicht wie zu Hause, es niemanden stört, wenn er noch rumzappelt und sich in den Schlaf spielt.

Also bin ich leise reingegangen und habe mich zu ihm ins Bett gelegt und ihn gestreichelt. Innerhalb von zwei Minuten war er eingeschlafen. Und meine Tochter auch.

Es sind nicht immer die großen Sachen, auf die es ankommt. Manchmal kann es so einfach sein, auf das eigene Recht zu verzichten, Regeln und Konsequenzen durchzusetzen, und einfach nur zu lieben. Und Frieden zu schaffen.

 




Über Astrid Rieger
 

Astrid Rieger lebt mit ihrem Mann und ihren 2 Kindern in der Nähe von Berlin. Sie arbeitet leidenschaftlich gern als Physiotherapeutin, wobei ihr Herz dafür brennt, einen Unterschied im Leben von Menschen machen zu können, sie aus Schmerzzuständen und schädigenden Bewegungs- und Verhaltensmustern zu befreien. Sie liebt Jesus und sie liebt das Leben!

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