vom 10.08.2017 - Autor: John Pavlovitz - übersetzt von Marco Neumann

Jeden Tag lande ich unweigerlich in einer Form derselben Unterhaltung.

Ich gerate mit einem eher konservativen Christen aneinander, der ein Problem mit meiner Haltung zur Bibel oder zur Sexualität oder zur Sünde oder zur Erlösung oder zur Politik hat, und wenn sie erst merken, dass ich bezüglich meiner Haltung weder in Verlegenheit zu bringen noch einfach vom Gegenteil überzeugt werden kann – offerieren sie mir stets die gleiche Lösung für das von ihnen diagnostizierte „Problem“ mit meiner progressiven Theologie:

vom 06.08.2017 - Autor: Marco Neumann

Das vergangene Jahrhundert war geprägt von Informationen. Immer mehr Informationen waren immer mehr Menschen immer einfacher zugänglich geworden. Die beherrschenden Fragen waren "wahr" oder "falsch". Wenn man etwas "wissen" wollte, besorgte man sich die "wahre" Antwort auf seine Frage - erst in einem Lexikon, danach im Internet. Und dann "wusste" man etwas. Doch mit dem Ende der Moderne löste sich auch die Illusion objektiv handelnder Autoritäten auf. Stehen nicht hinter allem Menschen? Menschen mit eigenen Interessen? Wer sagt denn, dass die Information in meinem Lexikon "wahr" sind und nicht bloß eine geschickt erdachte Intrige, die den Interessen des Verlagskonsortiums dient?

vom 17.07.2017 - Autor: John Shore - übersetzt von Marco Neumann

Eine Frau schrieb mir, dass sie in jeder Hinsicht – außer der rechtlichen – gleichwertig mit einem Mann und einer Frau verheiratet ist. Ich fragte meine neue Bekannte, ob sie mit einem Interview dazu einverstanden wäre. Erst war sie zurückhaltend – aber wie sie es ausdrückt „die Gelegenheit, anderen einen kurzen Einblick in unser Leben zu geben, ist zu gut, um sie zu verpassen.“ Deshalb hier nun unser Interview.

vom 17.07.2017 - Autor: Matthew Distefano - übersetzt von Marco Neumann

Als ich aufwuchs wurde mir immer erzählt, die Bibel wäre das irrtumslose Wort Gottes. Damit war gemeint, dass sie ohne Fehler in allem wäre, wozu sie sich äußert (siehe auch „Die Chicagoer Erklärung zur biblischen Irrtumslosigkeit“). Ohne darauf einzugehen, welche Bücher überhaupt in einen „richtigen“ biblischen Kanon gehören – denn nicht einmal darin gibt es Übereinstimmung – wenn es in der Schrift irgendwo heißt „Gott sagte“ dann bedeutet das auch „Gott sagte“. Und wenn es irgendwo heißt „Gott tat“ dann bedeutet das auch „Gott tat“. Also wenn, wie beispielsweise in 4. Mose 25, der Schreiber meint, dass Gott zu Mose sagte, „Schnapp Dir all die Sippenoberhäupter und pfähle sie in der Sonne“ dann bedeutet das, die Unterhaltung hat genau so stattgefunden wie es geschrieben steht. Gott hat buchstäblich an einem Punkt der Geschichte Mord befohlen um seinen Ärger zu befriedigen. Und dann, als Pinhas Gottes Befehl ausgeführt hat, schließt Gott einen Friedensbund mit ihm.

vom 13.07.2017 - Autorin: Astrid Rieger

"True peace is made, not kept. If you want to be a peacemaker, go make some peace, with those whom you don't have peace with." 

Ein toller Gedanke. Frieden entsteht nicht einfach von alleine, sondern dadurch, dass wir ihn schaffen. Wir aktiv etwas tun, dort wo wir keinen Frieden haben. Als mich dieser Gedanke inspiriert hat, ist mir allerdings gar keine Situation eingefallen, wo ich das hätte tun können, so in meinem Alltag... Aber dann am Abend habe ich meine 2 Kinder ins Bett gebracht.

vom 13.07.2017 - Autor: Matthew Distefano - übersetzt von Marco Neumann

Lieber dispensionalistischer Gott,

bevor Du entscheidest, ob ich bei der Entrückung dabei sein darf oder nicht, lies bitte das Folgende. Allerdings – ich will ehrlich sein – wird es nicht nett werden. Ich fürchte, mein Schicksal ist am Ende dieses Briefes besiegelt. Er ist nicht als ein Angriff gedacht, wirklich. Es ist mir nur wichtig, dass Du weißt, wie ich zu dieser Sache stehe.

vom 11.07.2017 - Autorin: Cindy Brandt - übersetzt von Marco Neumann

Hast Du Dich jemals gefragt, wie es sein kann, dass Dir gesagt wird, dass Du geliebt bist – von Deinen Eltern, Deinen Lehrern oder von der Kanzel – aber Du Dich noch nie geliebt gefühlt hast? Wie kommt es, dass fundamentalistische Christen anderen erzählen, sie würden lieben, lieben, lieben, aber alles wonach es sich anfühlt ist, dass sie hassen, hassen, hassen? An welcher Stelle gehen da ihre Worte und die Art, wie ihre Absichten aufgenommen werden, auseinander?

vom 03.07.2017 - Autor: Matthew Distefano - übersetzt von Marco Neummann

Ich habe eine Hass/Liebe Beziehung mit der Bibel. Ich meine, ich liebe dieses Buch. Wirklich. Ich finde es faszinierend. Aber gleichzeitig habe ich eine lange und schmerzhafte Geschichte von Kämpfen – und meistens verlorenen – mit und gegen viele der biblischen Texte. Sicher, die meisten dieser schwierigen Passagen stehen im Alten Testament, aber das zu erwähnen hilft nie so wirklich wenn ich an einen Gott glauben soll, der ewig ist und der gleiche gestern und heute und für immer (Hebr. 13,8)

vom 03.07.2017 - Autor: Chuck Queen - übersetzt von Marco Neumann

Josef ist keine dominante Figur in den Erzählungen um Jesu Geburt, aber in Matthäus‘ Erzählung von Josefs Begegnung mit dem Engel (Matth.1,18-25), wird er zu einer Art Vorbild für jeden von uns.

Überlege einmal wie Josef reagiert als er entdeckt, dass die Frau, die sich ihm versprochen hatte, schwanger war und er natürlich annahm, dass sie untreu gewesen ist.

vom 02.05.2017 - Autor: Marco Neumann

Wenn Christen über Ethik diskutieren, ist das oft ein interessantes Schauspiel: Jede Seite hält eine bestimmte und unterschiedliche persönliche Auswahl an biblischen Geboten für "ganz klar" und zweifelsfrei von Gott gewollt. Und diese Gebote seien zu befolgen - hauptsächlich deshalb, weil sie schließlich "in der Bibel stehen". Viele andere Gebote, die dort auch stehen, aber von der jeweiligen Partei nicht erwünscht sind, werden auf die eine oder andere Weise ausgeblendet.

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